Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.So auch in meinem Fall,obwohl ich von Erfolg noch nicht reden möchte,aber von Schweiß und Mühsal.
Um die Mannschaft zusammenzustellen,die die Hapimag-50 Jahre -Jubiläumstour bestreitet,wurde mit den Kandidaten in der Schweizer Firmenzentrale ein "Casting" durchgeführt,zu dem auch ich eingeladen war(In freudiger Erregung:Schweißausbruch!).
Da ich nicht so gerne Auto fahre und die Anfahrt mit dem Rad wegen der unsicheren Wetterverhältnisse nicht in Betracht kam,habe ich mich für einen Flug von München nach Zürich entschieden. Das lief so:Gestern (Donnerstag der 21.3.2013)nach einer schlafarmen Nacht,in der ich mich schweißgebadet im Bett herum wälzte weil mich die Fragen bewegten,was ich denn nur für das Casting anziehen sollte und wie ich mich denn dort präsentieren sollte, stand ich um 4.30 Uhr auf.Ich schaute aus dem Fenster:Schneefall!Ich machte das Radio wegen der Nachrichten an:Streik bei der Lufthansa!-Erster Schweißausbruch des Tages!
Dann schnelles Frühstück,Fahrt zum Flugplatz,Einchecken.Der Flug der Air-Berlin um 6.20 Uhr nach Düsseldorf ist vom Streik nicht unmittelbar betroffen.Aber es ist proppenvoll und neben mir sitzen zwei Businessmänner in voller Montur,mit Schlips und Kragen und dem Smartphone im Anschlag.Die wären eigentlich lieber mit der Lufthansa geflogen.Ging aber nicht!So ist der Flieger voll besetzt und auf allen Seiten Handialarm.Kollektiver Schweißausbruch!
Einigermaßen pünktliche Ankunft in Düsseldorf.Der Flughafen ist gut geheizt,wegen Schnee und Eis,erneuter Wintereinbruch.Fieberhafte Suche nach dem Anschlussflug nach Zürich.Kaum Zeit zum Entspannen!Transpiration!Ich ziehe schon mal meinen Pullover aus!
Der Flug nach Zürich verlief problemlos und ohne Schweißvergießen,wie die anschließende Weiterfahrt nach Baar mit der Bahn.In der Schweiz ist ja alles bestens organisiert und das Eisenbahnwesen scheint vorbildlich zu sein. Nur leicht verschwitzt und etwas zu früh erreiche ich die Hapimag Zentrale in Baar Neufeld in der Neuhof Straße.
Der Begriff "Casting" leitet sich von dem englischen Wort"cast" oder "to cast"ab und "cast"hat die unterschiedlichsten Bedeutungen(siehe Wörterbuch).Die,in diesem Fall naheliegendste,kommt aus der Theaterwelt und meint:"eine Rolle besetzen" oder "eine Rolle verteilen".Sehr verwandt ist damit aber auch "cast away",was "ablegen" oder "ausrangieren" bedeutet.
Wir- Hapimagjubiläumstourcastingkandidaten-trafen an diesem Morgen so nach und nach in der Zentrale ein und wurden in einem Versammlungszimmer zusammengeführt,wo wir uns erst einmal gegenseitig bekannt machten.Vier Männer,zwei aus der Schweiz,einer aus Österreich,einer aus Gröbenzell und eine Frau aus Deutschland,trafen sich hier,um sich um die Ehre zu bewerben,für die Firma Hapimag schwitzen zu dürfen.Das Castingteam der Firma bestand aus fünf Damen,die jede für sich, in ihrem Verfügungsbereich, einen recht kompetenten Eindruck machte.Die begrüßten uns und erklärten uns unseren Auftrag und die Vorgehensweise bei diesem Ausleseverfahren.Währenddessen schwirrten noch zwei Kameraleute um uns herum,die uns von allen Seiten filmten und fotografierten so,das ein kleiner Schweißausbruch bei all dieser Aufregung nicht zu vermeiden war.Dann wurden die Kandidaten in Einzelgesprächen vernommen und befragt.Ich durfte gleich als erster in die "Prüfung".Schweißausbruch!
Es hat aber eigentlich gar nicht wehgetan.Es wurde ja auch kein Wissen abgefragt,sondern lediglich Fragen zur Person gestellt,die mich doch nicht so sehr in die Enge getrieben haben.Ich habe ein paar Geschichten von meiner "Seidenstraßentour"erzählt und im Nu war die halbe Stunde der Befragung rum und ich ging mit dem Eindruck aus dem Raum,eine ganz passable Vorstellung abgegeben zu haben.Eine Entscheidung über meine "Verwendung als Repräsentant der Firma"wird erst fallen,wenn sich alle Personen vorgestellt haben und das wird erst Anfang April der Fall sein.Das heißt also,noch ein paar Tage warten und schwitzen.Die Heimfahrt verlief pünktlich und zügig und als ich um 23.00 Uhr einigermaßen müde zu Hause war,habe ich sogleich meine Kleider zum Trocknen auf die Wäscheleine gehängt.
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