Montag, 25. März 2013

Ich geh nicht vors Tor

Strom und Bäche ächzen unterm Eis.
Des Frühlings Blick ist noch verhangen.
Das Hoffnungsglück?Wer weiß?Wer weiß?
Der Winter ist noch nicht vergangen.
Auch in den rauhen Bergen oben
Wird noch mancher Schneesturm toben.
DieSonne muß das Weiße dulden.
Überall Schnee in Senken und Mulden.
Nichts,gar nichts regt sich weit und breit.
Alles bedeckt das kaltweiße Kleid.
Einen Ostermarsch machen? Bitte!Gern!
Geh du schon mal los!Ich schaue fern!
Ich heiz mir`s zu Hause wunderbar ein,
dann ist es warm,da will ich sein!

Erinnerungen an Aserbaidschan


LIMMERLYRIK

Ein Radler,aus Aserbaidschan,
Der fuhr so gerne bergan.
Das Fahren zu Tal
War ihm stets eine Qual,
Drum fuhr er bergab mit der Bahn.

Samstag, 23. März 2013

Wenn einer eine Reise tut.(2)

Wenn einer eine Fahrradtour unternehmen will,sollte er/sie sich als erstes ein vernünftiges  Rad besorgen.Es gibt so viele verschiedene Modelle,das man als Neueinsteiger und nicht nur als solcher, ziemlich verwirrt in den Hallen der Anbieter steht und sich wundert.Es gibt da Stadträder,
Tourenräder,Crossräder,Mountainbikes,Rennräder,Funräder,  Liegeräder und vieles mehr.Diese sind dann auch noch mit den unterschiedlichsten Komponenten (Bremsen,Schaltungen,Licht)
ausgestattet. Dann gibt es noch e-Bikes,i-Bikes mit Internetanschluß und Pedelecs.Man müsste erst einmal ein paar Semester "Bicicletistik" studieren,um das ganze Spektrum zu sortieren und eine vernünftige Kaufentscheidung  treffen zu können..Den Rat eines Fachmannes einzuholen ist nicht verkehrt,doch vorher sollte man schon wissen,was man mit dem Rad unternehmen möchte.So mancher hat sich auf den ersten Blick in ein Fahrrad verguckt und es später mit schmerzendem Rücken,verspannter Muskulatur und wundem Hintern bereut.In den Großstädten gibt es Großanbieter,in deren Hallen Teststrecken installiert sind,auf denen man sich schon mal ein wenig einfahren kann.DAS IST WIE IN DER LIEBE UND DER EHE,MAN HEIRATET JA AUCH NICHT GLEICH DEN ERSTBESTEN MANN ODER DIE ERSTGESEHENE FRAU.Eine kleine Probefahrt ist in jedem Falle angebracht.Überraschungen kann es auch in ein paar Jahren noch geben z.B.das der Rahmen bricht oder die Kette zu quietschen anfängt.Jedes Fahrrad verändert sich ja auch im Laufe seines Lebens und nach ein paar Jahren treten dann die ersten Roststellen auf und die Schaltung hakt.Dann weiß man es zu schätzen,dass sich gute Pflege gelohnt hat,denn eine Neuanschaffung bedeutet auch immer neuer finanzieller Aufwand und neues Gewöhnen aneinander. 
Vom Kauf eines gebrauchten Rades oder von einem beim Fundbüro ersteigerten möchte ich dringend abraten.Warum verkauft einer seinen Liebling und warum lässt er ihn an irgendeiner Ecke stehen?Meistens doch weil er nicht mit dem Modell klarkam oder weil es zu hässlich war.Warum sollte ein anderer dann damit besser zurecht kommen oder es schöner finden?Radkauf aus reiner Vernunft,ohne Emotionen das bringen doch nur trockene Realisten fertig.Unsereiner kauft sein Rad auch mit einem Schuss Liebe und Liebe ist ein ach so zartes Pflänzlein,du musst es gießen! 

Freitag, 22. März 2013

Per aspera ad astra

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.So auch in meinem Fall,obwohl ich von Erfolg noch nicht reden möchte,aber von Schweiß und Mühsal.
Um die Mannschaft zusammenzustellen,die die Hapimag-50 Jahre -Jubiläumstour bestreitet,wurde mit den Kandidaten in der Schweizer Firmenzentrale ein "Casting" durchgeführt,zu dem auch ich eingeladen war(In freudiger Erregung:Schweißausbruch!).
Da ich nicht so gerne Auto fahre und die Anfahrt mit dem Rad wegen der unsicheren Wetterverhältnisse nicht in Betracht kam,habe ich mich für einen Flug von München nach Zürich entschieden. Das lief so:Gestern (Donnerstag der 21.3.2013)nach einer schlafarmen Nacht,in der ich mich schweißgebadet im Bett herum wälzte weil mich die Fragen bewegten,was ich denn nur für das Casting anziehen sollte und wie ich mich denn dort präsentieren sollte, stand ich um 4.30 Uhr auf.Ich schaute aus dem Fenster:Schneefall!Ich machte das Radio wegen der Nachrichten an:Streik bei der Lufthansa!-Erster Schweißausbruch des Tages!
Dann schnelles Frühstück,Fahrt zum Flugplatz,Einchecken.Der Flug der Air-Berlin um 6.20 Uhr nach Düsseldorf ist vom Streik nicht unmittelbar betroffen.Aber es ist proppenvoll und neben mir sitzen zwei Businessmänner in voller Montur,mit Schlips und Kragen und dem Smartphone im Anschlag.Die wären eigentlich lieber mit der Lufthansa geflogen.Ging aber nicht!So ist der Flieger voll besetzt und auf allen Seiten Handialarm.Kollektiver Schweißausbruch!
Einigermaßen pünktliche Ankunft in Düsseldorf.Der Flughafen ist gut geheizt,wegen Schnee und Eis,erneuter Wintereinbruch.Fieberhafte Suche nach dem Anschlussflug nach Zürich.Kaum Zeit zum Entspannen!Transpiration!Ich ziehe schon mal meinen Pullover aus!
Der Flug nach Zürich verlief problemlos und ohne Schweißvergießen,wie die anschließende Weiterfahrt nach Baar mit der Bahn.In der Schweiz ist ja alles bestens organisiert und das Eisenbahnwesen scheint vorbildlich zu sein. Nur leicht verschwitzt und etwas zu früh erreiche ich die Hapimag Zentrale in Baar Neufeld in der Neuhof Straße.
Der Begriff "Casting" leitet sich von dem englischen Wort"cast" oder "to cast"ab und "cast"hat die unterschiedlichsten Bedeutungen(siehe Wörterbuch).Die,in diesem Fall naheliegendste,kommt aus der Theaterwelt und meint:"eine Rolle besetzen" oder "eine Rolle verteilen".Sehr verwandt ist damit aber auch "cast away",was "ablegen" oder "ausrangieren" bedeutet.
Wir- Hapimagjubiläumstourcastingkandidaten-trafen an diesem Morgen so nach und nach in der Zentrale ein und wurden in einem Versammlungszimmer zusammengeführt,wo wir uns erst einmal gegenseitig bekannt machten.Vier Männer,zwei aus der Schweiz,einer aus Österreich,einer aus Gröbenzell und eine Frau aus Deutschland,trafen sich hier,um sich um die Ehre zu bewerben,für die Firma Hapimag schwitzen zu dürfen.Das Castingteam der Firma bestand aus fünf Damen,die jede für sich, in ihrem Verfügungsbereich, einen recht kompetenten Eindruck machte.Die begrüßten uns und erklärten uns unseren Auftrag und die Vorgehensweise bei diesem Ausleseverfahren.Währenddessen schwirrten noch zwei Kameraleute um uns herum,die uns von allen Seiten filmten und fotografierten so,das ein kleiner Schweißausbruch bei all dieser Aufregung nicht zu vermeiden war.Dann wurden die Kandidaten in Einzelgesprächen vernommen und befragt.Ich durfte gleich als erster in die "Prüfung".Schweißausbruch!
Es hat aber eigentlich gar nicht wehgetan.Es wurde ja auch kein Wissen abgefragt,sondern lediglich Fragen zur Person gestellt,die mich doch nicht so sehr in die Enge getrieben haben.Ich habe ein paar Geschichten von meiner "Seidenstraßentour"erzählt und im Nu war die halbe Stunde der Befragung rum und ich ging mit dem Eindruck aus dem Raum,eine ganz passable Vorstellung abgegeben zu haben.Eine Entscheidung über meine "Verwendung als Repräsentant der Firma"wird erst fallen,wenn sich alle Personen vorgestellt haben und das wird erst Anfang April der Fall sein.Das heißt also,noch ein paar Tage warten und schwitzen.Die Heimfahrt verlief pünktlich und zügig und als ich um 23.00 Uhr einigermaßen müde zu Hause war,habe ich sogleich meine Kleider zum Trocknen auf die Wäscheleine gehängt.

Dienstag, 19. März 2013

Wenn einer eine Reise tut(1)

Wenn eine/r eine Reise tut,dann möchte er/sie auch später den Daheimgebliebenen etwas Interessantes und Schönes erzählen.Für mich gibt es keine bessere Art des Reisens,als die mit dem Rad.Du erfährst die Natur und die Landschaften so intensiv wie mit keinem anderen Verkehrsmittel.Vielleicht ist das Wandern noch einen Deut näher an der Landschaft,doch das ist nicht so mein Ding.Auf Tour mit dem Rad erfährt man ja nicht nur etwas von der Gegend,durch die man reist,sondern wenn du die Zeit und Muße hast, begegnen dir ja auch Menschen, mit denen du dich austauschen kannst und an deren Leben du für Momente teilhaben kannst,wenn du willst.Du fragst in den Orten Menschen nach dem Bäcker,demMetzger und nach Übernachtungsmöglichkeiten oder andere Radler,die du triffst, berichten von ihren Erfahrungen.Gibt es beim Radfahren ein besseres Ziel,als den Weg?
Wichtig für mich ist,das ich Zeit hab und die habe ich als Rentner.Kilometerfressen sollen die anderen,die mit einem Auge immer auf ihr Navi schauen und sich an Zahlen berauschen.Rasen sollen die,die dann am Abend erst Zeit haben,sich die gefahrene Strecke auf ihrem Laptop im Video anzuschauen,das sie mit ihrer Helmkamera aufgenommen haben.
Zeit ist unbezahlbar und wenn ich keine hätte,wäre es für mich das Letzte was ich täte,das ich mit einem Fahrrad durch die Welt führe.Radfahren sollte das Reisen "entschleunigen"und die Eindrücke und Erlebnisse vertiefen damit die Tour nicht zur Tortur und die Anstrengung nicht zur Überanstrengung wird.Leistungsgesellschaft will oder muss Grenzen ausloten aber bitte nicht bis zum Zusammenbruch.
Besser ist es doch zu "chillen", "down zu calmen"oder"easy zu taken"und wo kann man das besser als auf einer Radtour?

Sonntag, 17. März 2013

Ansprache an das Fahrrad

Oh du ehrwürdiger,endgeduldiger Esel aus Eisen,
Bewährter Begleiter auf entbehrungsreichen Bergtouren
Und schroffen,steilen Talfahrten.
Mein Fahrzeug und Freund.
Du ranker Rahmen aus Ruhrstahl.
Du flottes,flinkes Gefährt,
frisch fährst du mit mir in fremde Ferne.
Das Sitzen auf deinem Sattel ist ein Genuss für´s Gesäß.
Du duldest still und stumm mein ständiges Treten und Trampeln,
Ohne Murren und Meckern.
Nichts wird dir zuviel.
Scheinbar rastlos rattern deine Räder auf und ab die Straßen.
Kein Weg wird dir zu weit.
Hast hinaus in die Welt mir geholfen,
so hilf mir wieder heim,
Wo ich dich warten kann in warmer Garage
Und dich mit schönstem Öl verwöhne.

Samstag, 16. März 2013

Trimm dich

Während meiner letzten Tour hatte ich etwa 12 Kilo Körpergewicht verloren,als ich im Juli 2013 in Shanghai angekommen war.Das war zum Teil durch eine ziemlich hartnäckige Magen-Darm Erkrankung verursacht,die ich dann erst am Zielort auskurieren konnte,weil die üblichen Medikamente ,die man so für unterwegs mitnimmt,nicht geholfen hatten.
Diese 12 Kilo hatte ich aber dann Dank des guten chinesischen Essens und der vielen kleinen Bierchen und Weinchen nach einiger Zeit wieder auf den Rippen.Dann kam auch noch das Weihnachtsfest dazu und der lange Winter und jetzt wird es Zeit,mal wieder etwas für die Fitness zu tun.Im Moment laufe ich jeden Tag etwa 8-10 km und versuche,meine Kalorienzufuhr etwas in den Griff zu bekommen.
Ich laufe immer die selbe Strecke,zur gleichen Zeit und habe schon einige Gleichgesinnte und viele Hunde mit Herrchen/Frauchen bemerkt,deren Gesichter mir langsam vertraut werden.Vielleicht entwickeln sich auf diesem Weg ja neue Bekanntschaften.Im Moment läuft man doch eher,kurz grüßend,missmutig aneinander vorbei,weil ein kalter Wind weht und die Schneeflocken herumfliegen.Doch es wird ja hoffentlich bald mal wärmer und dann wird das Laufen etwas lockerer und das eine oder andere sonnige Plätzchen läd dann zum Verweilen ein.Allerdings werde ich bei steigenden Temperaturen wieder mehr das Fahrrad benutzen und dann mein Training für die Radtour beginnen.Dabei wird mich sicherlich der eine oder andere Freund begleiten.Das Laufen und das Radfahren soll ja nicht nur zum Zweck der Gewichtsregulierung oder der Konditionsverbesserung geschehen,sondern es sollte auch eine soziale Komponente haben und eine meditative.In der meditativen Phase der Übung fallen mir dann immer Mantras ein,
Worte von Menschen,die es gut mit mir meinen:
Sag immer schön Grüß Gott!
Fahr nicht zu flott!
Geh nicht so viel aus!
Bleib mal öfter zu Haus!
Sei nicht so doof!
Das Leben ist kein Ponyhof!
Spar dein schönes Geld!
Tu doch mal was!
Das Leben ist kein Spaß!
Sei ein Held!
Sei immer schön brav!
Sei kein Schaf!
Trink nicht so viel!
Das Leben ist kein Spiel!
Lieg nicht so lang im Bett!
Werd nicht so fett!
Vor allem benimm dich!
Trimm dich!!!!!!

Donnerstag, 14. März 2013

Ach wenn´s nur klappen tät?!

Wann soll ich anfangen,meinen Blog zu schreiben?
Doch nicht erst, wenn alles vorbei ist.
Am besten,wenn alles noch ganz neu ist und in den Kinderschuhen steckt.
Wenn sich meine Wünsche und Hoffnungen nicht erfüllen sollten,dann kann ich ja immer noch mit dem Schreiben aufhören  oder über etwas anderes berichten ,als über das,was ich eigentlich vorhatte.
Nun worum geht´s?
Es geht um die Planung meines Sommers und in dieser spielt das Radfahren wieder eine besondere Rolle.
Anfang Januar las ich einen Facebook Eintrag der Firma Hapimag,in dem zu erfahren war,das es diese Firma nun schon seit 50 Jahren gibt und das das mit besonderen Aktionen verbunden werden sollte.
Diese schweizer Firma ist im Timesharing Geschäft tätig und hat in diesen 50 Jahren Ferienresorts in vielen europäischen Ländern erstellt.Ich selbst habe mir vor ca 20 Jahren Wohnanteile gekauft und konnte mich schon mehrmals von der Qualität dieser Anlagen überzeugen.
Die Jubiläumsaktion,die mich interessierte und besonders ansprach war eine Fahrrad Sternfahrt von den entlegensten Resorts in Finnland,in der Türkei,in Süditalien,in Marokko und in Schottland hin zu der Zentrale der Firma in Baar,in der Schweiz.Das las sich ganz verlockend,zumal ich ja dieses Jahr ohnehin eine Tour durch Westeuropa planen wollte.Ich bewarb mich deswegen für die Tour von Edinburg-Bowness on Windermere-London-Amsterdam-Paris-Chateau de Chabernet-Vermenton-Unterkirnach-Baar.Nach Ablauf der Meldefrist bekam ich eine E-mail der Organisatoren,das ich mich doch mal in der Zentrale in Baar vorstellen sollte,denn es wäre möglich,das sie mich für diese Tour auswählen könnten.Somit werde ich nun in der nächsten Woche nach Baar in der Schweiz reisen und hoffe,die Verantwortlichen von mir überzeugen zu können.Ach wenn´s nur klappen tät!