Donnerstag, 25. Juli 2013

V0n Windermeere nach Leyburn

Ohne Frühstück geht es um o8.15 Uhr aus dem Haus. Irgendwie war mir das zu blöd,die etwas unfreundliche Wirtin nach einem frühen Frühstück zu fragen.Hatte sie mich doch schon gestern ungefähr eine halbe Stunde ignoriert,weil ich schon um acht Uhr fünfzehn am Frühstückstisch sass,anstatt wie in der Hausordnung vorgesehen um acht Uhr fünfundvierzig.Im Hapimag Resort wartet schon die Managerin und zwei Angestellte Frauen darauf,dass sie mich endlich verabschieden können,denn sie wollen wohl alle nochmal ins Bett und fertig schlafen,denn so früh steht man hier doch nur selten auf.Händeschütteln vor der Kamera und ab geht's nach Kendal.Dort frühstücke ich in einem Tee und Kaffeehaus,das sicherlich schon dreihundert Jahre hier im Dienst ist und ganz eindeutig die Spuren der Jahrhunderte zeigt.Alle Ladeneinrichtungen sind handgeschnitzt und die Fussböden sind aus dicken Eichenbrettern gemacht und alles quietscht und wackelt,wenn man fester auftritt.Aber der Tee,den sie hier machen ist vom allerfeinsten und die Scones auch und werden nicht mit Butter sondern mit clotted cream serviert.Von Kendal aus geht der Weg  durch die Dales of Yorkshire ,einer bergigen Landschaft die an jeder Ecke herrliche Ausblicke bietet.Wenn man hier bei jedem fotogenen Ausblick anhalten wollte ,bräuchte man bestimmt drei Tage,bis man nach Leyburn kommt.Dort fand Helene ,Meine Begleitung ein ganz komfortables und gut geführtes B&B und in einem Dorfgasthaus in einer Nachbargemeinde bekamen wir ein kräftiges Abendbrot,mit nie zuvor gegessenem: Erbsenpüree mit Minzeblättern und da war es wieder,das Vorurteil,dass man hier in England doch irgendwie anders kocht .




Dienstag, 23. Juli 2013

In Schottland


Wilkommen in Schottland,stand auf der grossen Tafel an der Strasse und jedes Auto,das nach Norden fährt,wird,wenn es amerikanische ,australische oder Neuseeländische Touristen enthält,anhalten und dann werden Fotos gemacht.Oft haben ja Menschen aus diesen Ländern schottische Vorfahren und man befindet sich auf der Ahnentour.Obwohl mir jetzt keine solche Familienbande bekannt sind, halte auch ich mein Fahrrad an,um diesen geschichtsträchtigen Moment im Bild festzuhalten.Scheinbar sehen meine Bemühungen,mich selbst zu fotografieren  etwas unbeholfen aus, denn ein Radler,der gerade vorbeifährt, hält an und fragt,ob er behilflich sein kann.Ich nehme die Hilfe an und nach vollbrachter Tat kommen wir ins Gespräch.Er fragt,wo ich hinwill und ich sage ihm,wo ich herkomme und er heisst Alec und ich heisse Jürgen and you can say you to me.Dann will er wissen,wo ich am Abend schlafen werde und ich verweise auf mein Zelt und er meint,dass das nicht sein muss,denn er hätte ein schönes Zuhause,und er würde mir sehr gerne seine Gastfreundschaft anbieten.Hocherfreut nehme ich das Angebot an und folge dem Herrn nach.Wir fahren noch ein paar Kilometer auf der Hauptstrasse und biegen dann nach links ab in die grüne Hölle Schottlands.Das Haus von Alec liegt am Rande eines Dorfes und ist von hohen Hecken umgeben.Es ist ein sehr altes Haus und der Garten ist schon sehr eingewachsen und viel zu gross,das ein einzelner Mensch die Pflege bewältigen könnte.Doch leider wohnt der Alec hier nur in Gesellschaft seiner Bienen und seiner Hühner ,denn seine Frau ist nach ein paar Jahren wieder in die Stadt gezogen.So komme ich in ein Junggesellenhaus eines 59 jaehrigen pensionierten Feuerwehrmannes,der sich um vieles andere kümmern muss und die Funktionsfaehigkeit seiner Küche nicht jeden Tag überprüft.Aber wir finden gemeinsam alle Zutaten,um ein kräftiges Mahl zuzubereiten.Es gibt ein Omlette mit Eiern von den eigenen Hühnern und zum Nachtisch essen wir Honig in der Wabe von den eigenen Bienen .Dazu gibt es zwei Flaschen chilenischen Aldiwein(Aldi ist auch in England?Schottland stark vertreten).Wir unterhalten uns noch eine ganze Weile über alle mögliche Probleme,die das Zusammenleben von Mann und Frau beeinflussen können und gehen dann Schlafen.Am Morgen werde ich nach einem ruhigen und traumlosen Schlaf von den Vögeln geweckt und muss mich dann auch schon, nach einer Schüssel Aldimuesli auf den weg nach North Berwick machen,wo ich am abend anzukommen gedenke.

Update(2)

Nach ein paar ereignisreichen Tagen in Edinburgh und einer fröhlichen Radtour bis hierher nach Bowness on Windermeere hatte ich heute einen freien Tag.Weil das ja klar ist,fing dieser Tag heute Morgen gleich mit einem Gewitter an und ich befürchtete schon,dasss dieses der Umschwung sein könnte,aber es wurde dann doch wieder sonnig und trocken im Laufe des Tages .Ich trieb mich ein paar Stunden im Ort bei den Touristenattraktionen herum und machte eine kleine Radtour am See entlang.Irgendwie muss man ja in Bewegung bleiben,sonst rostet man ja ein.Leider sind die Möglichkeiten mit meiner Blogpflege am Ball zu bleiben etwas eingeschränkt und die Tastaturen des oeffentlichen Rechners ist eine englische .Ich hoffe,dass das in den nächsten Tagen besser wird ,kann aber nichts versprechen.Ausserdem ist in den nächsten Tagen wieder Radeln angesagt und zwar ein paar heftige Etappen.Ich empfehle den Interessierten, doch hin und wieder den Hapimagblog zu beachten ,wo ich regelmässig Bilder und kurze Kommentare ablade .Zur Erinnerung: 50.hapimag.com/specials/radfahrer/    .Es ist zeitlich schon etwas eng beide Blogs zu bedienen.Pardon!
Auf den eingestellten Bildern seht ihr einen idyllischen Rastplatz mitten im Fluss auf einem grossen Stein.Edinburgh Castle und eine ländliche Szene im Lakedistrikt.Enjoy!!

Freitag, 19. Juli 2013

Update

Zeit ist ein knapp bemessenes Gut und seit einigen Tagen habe ich so viel zu tun gehabt,dass keine Zeit blieb,meinen Blog zu pflegen.
Ich sitze jetzt in Carlisle auf meinem Bett in einem B&B und schreibe hastig ein paar Zeilen,denn um 08.00 Uhr wird gefrühstückt und dann geht die Fahrt weiter.
Inzwischen war ich im Hapimag Resort Edinburgh und es war ein ganz besonderes Erlebniss.Obwohl ich einen Tag zu früh angereist war ,empfing man mich sehr freundlich und es war schon alles vorbereitet.Ich hatte keine Unterkunft in North Berwick und Umgebung gefunden weil in Gullane DAS Golfturnier stattfand ,die British Open.Alle Hotels und B&Bs waren besetzt und viermal so teuer wie sonst.So hä


tte ich auf einem Campingplatz etwa 80 £ bezahlen sollen,um mein Zelt aufzubauen...Nein,nein... ich hätte es schon selber aufstellen müssen!!So habe ich dann eine Nacht ,wild in den Dünen, campiert und bin dann schnell nach Edinburgh weitergefahren.
In dem Resort gab es dann ein Programm,in das ich eingespannt war und ich traf dort Helene,die mich in Schottland und England mit dem Auto begleiten wird und mein Gepäck transportiert.Wir machten zusammen mit der Resortmanagerin einen schönen Dinnerabend mit Geistertour durch den Untergrund von Edinburgh.Am nächsten tag war eine Stadtbesichtigung angesagt bei der ich mit Gästen der Anlage einen geführten Spaziergang durch die Altstadt machte und am Abend fand ein Jubiläumsdinner mit den Gästen statt,welches sehr unterhaltsam war.Dann ging es am nächsten Tag auch schon weiter in Richtung Melrose uns Carlisle.
Ergänzende Informationen können immer eingeholt werden bei:50.hapimag.com/specials/radfahrer/50.hapimag.com/specials/radfahrer/

Dienstag, 16. Juli 2013

Holy Island

Am frühen Morgen um 7.30 Uhr,bin ich der zweite Radfahrer,der an diesem Tag auf die Insel Lindisfarne gelangt.Der Althippie ist schon vor mir da und ein Handwerker,der uns Beistand leistet und der uns sagt,wann man trotz bestehender Flut, den Causeway überqueren kann.Er meint es sei ungefährlich und man könne schon fahren, wenn das Wasser noch auf der Strasse ist.Er fährt dann schon mal los und ich warte,bis die Strasse frei ist.Ich hab ja Zeit. Es ist herrliches Wetter und die Touristenströme sind noch nicht angekommen,weil es ja noch so früh ist.Ich besuche die Burg und den Hafen,wo ich ein paar Fotos von den urigen Hütten der Fischer mache.Diese Hütten sind aus durchgesägten Schiffen gemacht,die man auf den Rücken gedreht hat und deren Schnittstelle man dann mit einer Türe versehen hat.

Da es so viele Hütten sind, denke ich das werden wohl die Schiffe der spanischen Armada gewesen sein,die es hier in der Nähe an den Strand gespült haben könnte.Die sind dann hier zersägt und für friedliche Zwecke umfunktioniert worden.Vielleich ,Vielleicht nicht.Das wäre ja mal eine feine Geschichte.Ausserdem gibt es hier noch eine Kathedralenruine vom heiligen Oswald,die man hier aufsuchen muss und das Faksimile des Lindisfarne Buchs,einer Bibelabschrift aus dem Mittelalter,die sehr reich ausgeschmückt ist.
Ich esse in der nahen Pilgerraststätte ein Scone und nehme einen Tee dazu,weil ich ja noch nicht gefrühstückt habe .Als dann die Busse und die vielen Autos vom Festland kommen begegnen sie mir bereits auf dem Causeway und ich radele schon in Richtung Berwick(sprich Berrrrrick).

Montag, 15. Juli 2013

Flyway to Edinburgh

Nun ist sie vorbei,die Einfahretappe von Newcastle nach Edinburgh,entlang der Ostküste von England und Schottland.Das Wetter hat sich sehr bemüht und die Radwege waren auch einigermassen befahrbar.Die Menschen, die ich traf waren gastfreundlich und offen,also gibt es nichts zu beklagen sondern nur in den höchsten Tönen zu jubeln.Ohne wenn und aber.
Als das Schiff hielt und ich an Land kam,fiel ich förmlich auf den richtigen Weg.An einer Bushaltestelle am Hafen,an der ich mich erst einmal orientieren wollte lehnte ich mein schwer beladenes Fahrzeug an einen Pfosten.Weil der Fahrradständer ja schon fast abgebrochen war rutschte die Fuhre vom Pfosten ab und ich fiel mit meinem ganzen Gepäck auf den Bürgersteig,weil ich den Fall meines Rades verhindern wollte.An diesem Pfosten war ein kleines Schild befestigt mit der Aufschrift Route No.+ North und ein kleines Fahrrad wies auf den Radweg hin.Das war er,der Weg nach Edinburgh.Zuerst ging er durch die Outbacks von Newcastle und durch die Hinterlassenschaften der "Besten Freunde",aber ab Lynemouth wurde zum einen das Wetter besser und zum anderen die Anzahl der Hundebesitzer weniger und es wurde eine unbeschwerte Reise durch blühende Landschaften,entlang der Nordsee.Gegen abend erreichte ich Almouth,und suchte dort ein B&B.Sorry no Vacancies.Doch Frau Margret,B&B Betreiberin von Beruf, fühlte sich ehrenhalber angestachelt,mir eine Unterkunft zu besorgen und terrorisierte ganz Northumberland ,bis sie bei der Familie Campbell in Boulmer eine Unterkunft für mich gefunden hatte.Mit Herrn Campbell,der sich als Nachkomme von Schmugglern und Piraten vorstellte, sass ich noch bis spät abends am Kamin und wir redeten über die Zucht von Milchkühen und von der Christlichen Seefahrt.


 
Nach einem perfekten englischem Frühstück ging es weiter auf dem Fahrradweg Nr 1 an Schlössern und Ruinen vorbei bis nach Beal,von wo der Causeway durch das Watt nach Lindisfarne ( Holy Island)geht,der jetzt am Abend allerdings gerade überflutet war und erst wieder am nächsten Morgen passierbar sein würde.Also schlug ich mein Zelt bei einem Bauern auf der Wiese, am Hang mit Meerblick auf und genoss die Aussicht und das Gespräch mit einem Althippie aus Newquay(Cornwall)der nach mehreren Aufenthalten in einem indischen Ashram kurz vor der Erleuchtung stand,aber auch jetzt schon ein 59 jähriges helles Köpfchen zu sein schien.
    

Montag, 8. Juli 2013

Stand der Dinge (5)

Seit dem 4.Juli bin ich nun schon unterwegs auf dem Weg nach Edinburgh.Zuerst bin ich mit der Bahn von München nach Rotterdam gefahren,Bei schönstem Wetter ging die Fahrt durch das Rheintal und über Köln ,Düsseldorf und Venlo nach Rotterdan Centraal,wo mich mein Sohn Steffen abgeholt hat.

Natürlich verlief die Fahrt nicht störungsfrei denn schon in Augsburg hatte der Zug Maschinenschaden.Zum Glück erreichte ich alle meine Anschlusszüge rechtzeitig.Ich musste dreimal umsteigen.In Stuttgart,in Düsseldorf und in Venlo ging alles gut  und später in Holland blieb der Zug dann irgendwo im flachen Land auch wieder stehen und nach etwa 13 Stunden war ich endlich am Ziel.
Hier in Rotterdam ist das Wetter hervorragend,denn ein Hoch liegt über England und ich hoffe,es bleibt dort noch recht lange liegen.Im strahlenden Sonnenschein habe ich schon ein paar Ausflüge mit Qin (meine Schwiegertochter), Steffen(mein Sohn)und Wilhelm(mein Enkel)gemacht.Wir sind mit den Rädern in der Gegend herumgesaust und waren am Sonntag am Meer.Es war Wilhelms erste Begegnung mit dem grossen Wasser und es dauerte eine Weile,bis er sich damit angefreundet hatte.
  Heute habe ich mit Steffen eine "Abschiedstour"nach Nieuw Beijerland gemacht und wir sind einige Kilometer die Deiche und Kanäle entlang gefahren und ich musste feststellen,das hier in Holland das Radfahren doch viel entspannter ist als bei mir zuhause.Wenig Verkehr ,viele,breite Radwege und eine sehr gute Beschilderung der Wege führen dazu,das es richtig Spass macht.Morgen werde ich mit der Fähre von Amsterdam nach Newcastle fahren,aber ich werde sehr bald wieder hier in Holland sein in dem Radfahrerparadies.

Ich werde diesen Blog weiterhin bedienen aber für Interessierte die mehr wissen wollen gibt es einen Link ,wo man alles über diese Tour erfahren kann : 50.hapimag.com/specials/radfahrer/