Mittwoch, 9. November 2016

Wie's dann weiterging

Wenn hier mal wieder einer reinschaut,
dann sollte er sich die Zeit nehmen,
bei joebirdie.blogspot.com mal nachzusehen.
Da geht meine Geschichte weiter.

Als ich in Paris angekommen war wurde mir ganz aufgeregt eine Nachricht von der Zentrale in Baar übermittelt.Der Leiter der Jubiläumstour wollte mich unbedingt persönlich sprechen.Im Telefonat legte er mir nahe,meinen "privaten"Blog für den Rest der Tour nicht mehr weiterzuführen.Die Oberchefin des Unternehmens hatte sich über einige meiner Berichte beschwert und verlangte,dass ich die Posts,in denen sie meinte,dass die Firma schlecht qdargestellt worden sei,aus dem Blog entfernen sollte.Ich war mir allerdings keiner Schuld bewußt,da ich meine Situation und meine Erlebnisse so geschildert hatte,wie sie waren.Um des Friedens willen und weil es mir auch nicht so wichtig erschien,löschte ich die beanstandeten Beiträge.Somit endete meine Berichterstattung in diesem Blog,aber die Reise ging noch weiter.Von Paris fuhr ich an die Loire und zum Chateau Chabenet,einer wunderbaren Ferienanlage der HAPIMAG .Dort machte ich mit einigen Gästen ein paar Radtouren durch das Berry.Weiter ging die Reise nach Vermenton,wo die Firma ein paar Hausboote liegen hatte.Auf einem dieser Boote konnte ich ein paar Tage wohnen und machte mit den Betreibern eine kleine Schiffsreise auf dem Canal du Nivernais.
Weiter ging die Radfahrt durch Burgund und das Elsass in den Schwarzwald nach Unterkirnach.Da das Wetter,sobald ich deutschen Boden befuhr ,schlecht wurde,war an Radausflüge im Schwarzwald  nicht zu denken.Nach drei Tagen fuhr ich dann weiter nach Baar,wo die 50 Jahrfeier der Firma HAPIMAG stattfand .Alle Radfahrer,die die langen Strecken nach drei Monaten hinter sich gebracht hatten waren ohne größere Schäden,glücklich ins Ziel gekommen und berichteten,wie viel Spass es ihnen gemacht hatte.Für uns alle ging in Baar eine  Zeit zu Ende,an die jeder von den Teilnehmern sicherlich noch länger denken wird.Nach meiner Reise nach Shanghai hatte ich gleich im Anschluss eine neue Herausforderung gefunden und war glücklich und zufrieden mit dem Erlebten.
Diese paar Zeilen schreibe ich,damit der Blog seinen Abschluss nun endlich nach drei Jahren bekommt und damit niemand ,der das liest,denkt,ich sei in Paris unter die Räder gekommen.
Mir geht's gut und an eine neue größere Radtour,der beschriebenen Art habe ich seitdem nicht gedacht.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Der Sportsgeist

Wer es noch nicht weiss,dem sei es nun gesagt:der Sport ist in England erfunden worden.
Im 19.Jahrhunder gab es in dem Königreich so viele wohlhabende Müssiggänger,das es eine Plage war.Sie blockierten die Promenaden und Strassen des Landes derart,dass die restliche Bevölkerung,die ja schwer arbeiten musste, um das Leben zu bestreiten, durch diese herumstehenden Massen von beschaulich Einherschreitenden, am Broterwerb behindert wurde.
Da erfand ein Lord den Sport.
.Es war,wenn ich richtig recherchiert habe der 23.Lord Wilbur of Briddelbroth,der 1846 so einsichtig war und in einem Aufruf an den Landadel forderte:Bewegt euch schneller,damit sich auch unsere Wirtschaft schneller bewegen kann.Diese Sicht der Dinge,der damit verbundene und in Aussicht gestellte Gewinnzuwachs,machte nun dem Adel und dem Grossbürgertum Beine.Sich schneller zu bewegen war von nun an beispielhaft und man begann damit,zu wetteifern,wer sich wohl am schnellsten bewegen könnte.Von dieser Zeit an wurde der Zylinder durch die Melone ersetzt,da diese aeodynamischer war und die Gehröcke wurden wesentlich kürzer.Nach Olympia war es dann nicht mehr weit!

Freitag, 23. August 2013

Paris im Sonnenschein

Hatte ich bisher Glück mit dem Wetter und habe ich das einfach so hingenommen ,dann wird es jetzt langsam mal Zeit,dankeschön zu sagen.Seit zwei Monaten bin ich jetzt schon unterwegs und habe bisher nur drei Regentage gehabt.Davon waren zwei Ruhetage,an denen ich ohnehin nicht Rad gefahren wäre.Also: Danke schön!!!
Gestern habe ich mich durch den Dschungel der Vorstädte von Paris gekämpft und war fast schon bereit,den Vorortzug zu nehmen,denn es gab keine Hinweisschilder,die auf einen Weg für Radfahrer aufmerksam gemacht hätten.Herr oder Frau Google leitete mich anfangs durch ein herrliches Waldgebiet bei Chantilly,doch schon sehr bald stand ich vor einer verbarrikadierten Passage und musste mich auf meinen Pfadfindersinn verlassen.Bei scheinender Sonne war es dann relativ einfach zu erkennen,wo der Weg nach Süden ist und ich schlängelte mich durch St Denis und die nördlichen Suburbs hindurch,bis ich an den Gare del Est gelangte.Von Dort war es dann ein Kinderspiel,den Weg zur Rue saint Honoree zu finden.
Dort erwarteten mich dann schon die Hapimag Gäste und wir tranken einen herrlichen Rotwein auf meine Ankunft und auf die 50 Jahre der Firma.Es waren viele Italiener da, die es nicht wahrhaben wollten,dass ich die Tour ohne Hilfsmittel bis hierher geschafft habe.Trotz meiner eidesstattlichen Versicherung blieben doch noch Zweifel vorhanden.Das gelbe Trikot,das ich in Aussicht gestellt bekommen hatte wurde mir leider nicht überreicht da ich eine Blut und Urinprobe aus persönlichen Gründen ablehnte und mir auch keine Haare (mangels eben solcher )abschneiden lassen wollte.Inzwischen hat sich alles einigermassen beruhigt und ich konnte nach einer erholsamen Nacht ,heute mit dem Kameramann Thomas eine Filmtour durch die Stadt machen.Jürgen vor dem Triumphbogen,jürgen vor dem Eiffelturm,Jürgen vor dem Obelisken und Jürgen vor dem Louvre.Einige Zuschauer wollten sich dann auch gleich mit mir fotografieren lassen ,weil sie mich für eine Tourgrösse hielten oder für irgend etwas anderes Berühmtes.Demzufolge wurde dann das Standbild des "Ausdauernden Radfahrers"vor dem Louvre heute als Dauereinrichtung eingeweiht.Siehe Blog :  50.hapimag.com/Specials/Radfahrer      .Leider bin ich zu wenig Computerbändiger als dass ich das von meinem Telefon hierherbringen könnte.Der Fluch der frühen Geburt!!!

Dienstag, 20. August 2013

Backup vom 20.August 2013


Nun zum Stand der Dinge von heute.Ich bin inzwischen etwa an die 2000 km geradelt und in Chantilly in der Nähe von Paris angekommen.Ich habe England vom Norden bis zum Süden durchquert und habe ein paar interessante Tage in London verbracht.Ich,habe das grüne Herz Hollands umfahren und Amsterdam näher kennen gelernt .Dann bin ich an der holländischen Nordseeküste entlang nach Gent gefahren und habe dem Wind getrotzt.Von Gent ging es nach Roubaix,dem Zielort eines Radrennen Klassikers und bin dann mit neuen Kräften(gutes belgisches Leffe Doping)über Arras nach Amiens gekommen.Hier habe ich mir die Zeit genommen,mir die wunderbare Kathedrale etwas genauer anzuschauen.Gestern bin ich dann mal schnell hier nach Chantilly geradelt.Das erste Mal auf meiner diesjährigen Tour mit Rückenwind der Stärke 4 und habe erfahren,das Radfahren auch Spass machen kann und nicht nur Arbeit ist.Heute verbrachte ich einen herrlichen Tag auf der Domäne des Duc d `Orleans und im Musee Conde,wo ich auf der Domäne eine Demonstration der französischen Pferdezucht erlebte und im Museum die Bilderausstellung des Grossherzoglichen Sammlers bewundern konnte.Im Schlossteich werden in der nächsten Woche Triathlon Schwimmer herumplanschen,aber dann werde ich bereits aus Paris abgereist und auf dem Weg nach Chateau de Chabernet sein.



 
Leider kann ich diesen Blog nur gelegentlich bedienen,aber schaut doch mal rein bei:
50.hapimag.com/specials/radfahrer

Donnerstag, 25. Juli 2013

V0n Windermeere nach Leyburn

Ohne Frühstück geht es um o8.15 Uhr aus dem Haus. Irgendwie war mir das zu blöd,die etwas unfreundliche Wirtin nach einem frühen Frühstück zu fragen.Hatte sie mich doch schon gestern ungefähr eine halbe Stunde ignoriert,weil ich schon um acht Uhr fünfzehn am Frühstückstisch sass,anstatt wie in der Hausordnung vorgesehen um acht Uhr fünfundvierzig.Im Hapimag Resort wartet schon die Managerin und zwei Angestellte Frauen darauf,dass sie mich endlich verabschieden können,denn sie wollen wohl alle nochmal ins Bett und fertig schlafen,denn so früh steht man hier doch nur selten auf.Händeschütteln vor der Kamera und ab geht's nach Kendal.Dort frühstücke ich in einem Tee und Kaffeehaus,das sicherlich schon dreihundert Jahre hier im Dienst ist und ganz eindeutig die Spuren der Jahrhunderte zeigt.Alle Ladeneinrichtungen sind handgeschnitzt und die Fussböden sind aus dicken Eichenbrettern gemacht und alles quietscht und wackelt,wenn man fester auftritt.Aber der Tee,den sie hier machen ist vom allerfeinsten und die Scones auch und werden nicht mit Butter sondern mit clotted cream serviert.Von Kendal aus geht der Weg  durch die Dales of Yorkshire ,einer bergigen Landschaft die an jeder Ecke herrliche Ausblicke bietet.Wenn man hier bei jedem fotogenen Ausblick anhalten wollte ,bräuchte man bestimmt drei Tage,bis man nach Leyburn kommt.Dort fand Helene ,Meine Begleitung ein ganz komfortables und gut geführtes B&B und in einem Dorfgasthaus in einer Nachbargemeinde bekamen wir ein kräftiges Abendbrot,mit nie zuvor gegessenem: Erbsenpüree mit Minzeblättern und da war es wieder,das Vorurteil,dass man hier in England doch irgendwie anders kocht .




Dienstag, 23. Juli 2013

In Schottland


Wilkommen in Schottland,stand auf der grossen Tafel an der Strasse und jedes Auto,das nach Norden fährt,wird,wenn es amerikanische ,australische oder Neuseeländische Touristen enthält,anhalten und dann werden Fotos gemacht.Oft haben ja Menschen aus diesen Ländern schottische Vorfahren und man befindet sich auf der Ahnentour.Obwohl mir jetzt keine solche Familienbande bekannt sind, halte auch ich mein Fahrrad an,um diesen geschichtsträchtigen Moment im Bild festzuhalten.Scheinbar sehen meine Bemühungen,mich selbst zu fotografieren  etwas unbeholfen aus, denn ein Radler,der gerade vorbeifährt, hält an und fragt,ob er behilflich sein kann.Ich nehme die Hilfe an und nach vollbrachter Tat kommen wir ins Gespräch.Er fragt,wo ich hinwill und ich sage ihm,wo ich herkomme und er heisst Alec und ich heisse Jürgen and you can say you to me.Dann will er wissen,wo ich am Abend schlafen werde und ich verweise auf mein Zelt und er meint,dass das nicht sein muss,denn er hätte ein schönes Zuhause,und er würde mir sehr gerne seine Gastfreundschaft anbieten.Hocherfreut nehme ich das Angebot an und folge dem Herrn nach.Wir fahren noch ein paar Kilometer auf der Hauptstrasse und biegen dann nach links ab in die grüne Hölle Schottlands.Das Haus von Alec liegt am Rande eines Dorfes und ist von hohen Hecken umgeben.Es ist ein sehr altes Haus und der Garten ist schon sehr eingewachsen und viel zu gross,das ein einzelner Mensch die Pflege bewältigen könnte.Doch leider wohnt der Alec hier nur in Gesellschaft seiner Bienen und seiner Hühner ,denn seine Frau ist nach ein paar Jahren wieder in die Stadt gezogen.So komme ich in ein Junggesellenhaus eines 59 jaehrigen pensionierten Feuerwehrmannes,der sich um vieles andere kümmern muss und die Funktionsfaehigkeit seiner Küche nicht jeden Tag überprüft.Aber wir finden gemeinsam alle Zutaten,um ein kräftiges Mahl zuzubereiten.Es gibt ein Omlette mit Eiern von den eigenen Hühnern und zum Nachtisch essen wir Honig in der Wabe von den eigenen Bienen .Dazu gibt es zwei Flaschen chilenischen Aldiwein(Aldi ist auch in England?Schottland stark vertreten).Wir unterhalten uns noch eine ganze Weile über alle mögliche Probleme,die das Zusammenleben von Mann und Frau beeinflussen können und gehen dann Schlafen.Am Morgen werde ich nach einem ruhigen und traumlosen Schlaf von den Vögeln geweckt und muss mich dann auch schon, nach einer Schüssel Aldimuesli auf den weg nach North Berwick machen,wo ich am abend anzukommen gedenke.